Frau im roten Royal-Stewart-Tartanmantel über schwarzem Rollkragen und schwarzer Hose, grüner Hintergrund – KI-Illustration

Tartan Muster kombinieren. So kombinierst du Schottenkaros

Autorin: Viviane Rittersporn

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Lesezeit 3 min

Es ist der absolute Klassiker unter den Karo-Mustern: Tartan, das typische Schottenmuster. Von schottischen Clans über die britischen Royals bis zu den Laufstegen dieser Welt – dieses charakteristische Karomuster ist wirklich überall. 

Dass die schottischen Clanmuster heute zum modischen Allrounder geworden sind, ist durchaus keine Selbstverständlichkeit. Das bekannte Tartanmuster hat nämlich eine lange und bewegte Geschichte.

Wo kommt das Tartan Muster her?


Ursprünglich war Tartan ein Muster, das nur bestimmten schottischen Clans vorbehalten war, es fand sich zum Beispiel auf traditionellen Kleidungsstücken wie Kilts oder Plaids. Zum ersten Mal erwähnt wurde das Muster übrigens Mitte des 16. Jahrhunderts und aus dieser Zeit stammt auch die Tradition, einzelne Farben und Farbkombinationen unterschiedlichen Clans und Familien zuzuordnen. Damit hatte das Tartan-Muster sozusagen die Funktion eines Wappens und damit begann auch die bewegte Geschichte dieses besonderen Webmusters.

Eine kleine Geschichte des Schottenkaros

Die Geschichte Schottlands ist eine Geschichte über den langen Kampf für Freiheit und Unabhängigkeit. Die schottischen Clans waren schon immer stolz auf ihre Traditionen und ihre ganz besondere Kultur – dazu gehört auch das Tartan-Muster.

Als die schottischen Clans begannen, sich gegen die Vorherrschaft der britischen Krone aufzulehnen, wurde bald das Tragen von Tartans und Kilts zu einem Akt der Rebellion. Die Engländer verboten das klassische Kiltmuster, doch was ein echter Schotte ist, lässt sich nichts verbieten. Die Rebellion der Schotten im 18. Jahrhundert fand ihren Höhepunkt mit ihrem Anführer Bonnie Prince Charlie, der das Tragen von Tartan zu einem politischen Statement hatte. 


Doch nachdem die Rebellion der Schotten blutig niedergeschlagen wurde, erlebte das Muster in den folgenden Jahrhunderten eine ungewöhnliche Renaissance: Die britische Königin Victoria war bekanntermaßen Fan des auffälligen Schottenkaros, aber auch ihre Nachkommen, Königin Elizabeth und Prince Charles tragen heute noch gerne Plaids und Kleidungsstücke mit dem typischen Muster der schottischen Clans.


Als schließlich Modeikonen und namhafte Designerinnen und Designer wie Vivienne Westwood das Tartan Muster für sich entdeckten, war der Weg zum Trend programmiert: Von der Grunge-Szene bis zur Haute Couture ist Tartan wirklich überall zu finden – ein echter Allrounder eben, aber einer mit einer besonders bewegten Geschichte.

Hunting-Tartan


Vom Typ ein Hunting-Tartan: Die gedämpften Jagdfarben Petrol, Grün und Navy stehen für Understatement, ein einzelner kobaltblauer Faden bringt die Spannung. Der dunkle Grund macht ihn alltagstauglich wie ein dunkles Neutral; greif die blaue Linie in einem Detail auf, und der Look bekommt seinen Akzent.

Grüner Hunting-Tartan in Petrol, Navy und Maroon mit blauer Linie, Stoff und Grafik
Hunting-Tartan: gedämpfte Jagdfarben, ein Faden Kobalt als Spannung

Royal-Stewart-Tartan (Dress-Tartan)


Das ist der Royal-Stewart-Tartan, das berühmteste rote Karo überhaupt – ein klassisches Dress-Tartan mit leuchtendem Grund und vielen feinen Kreuzstreifen. Trag es solo zu ruhigen Basics und lass eine Farbe führen, dann wirkt es festlich, ohne auf Weihnachten reduziert zu sein.

Royal-Stewart-Tartan in Rot mit grünen und gelben Streifen, Stoff und Grafik
Royal Stewart: das berühmteste rote Karo, ein echtes Statement

Camel House-Check


Ein Camel House-Check: heller Camel-Grund, schwarzes Fenster-Gitter und eine feine rote Linie – der eleganteste und zurückhaltendste der drei. Sein neutraler Grund macht ihn zum Allrounder – zu Schwarz und Creme wirkt er so selbstverständlich wie ein guter Trenchcoat.

Camel House-Check mit schwarzem Gitter und roter Linie, Stoff und Grafik
Camel House-Check: der elegante, alltagstaugliche unter den Schottenkaros

Tartan Muster – Zeitlos & klassisch

Das beliebte Karomuster Tartan entsteht durch ineinander verwebte Ober- und Unterkaros in verschiedenen Farben, meistens in Blau, Grün, Rot oder seltener auch Gelb. Einige Labels wie Barbour oder Burberry haben sogar ihre eigenen Tartan-Karos zum Patent angemeldet und damit wirklich unverwechselbare Looks kreiert. Dass sich das wieder erkennbare Muster ganz unterschiedlich stylen und kombinieren lässt, liegt in der Natur der Sache: Karohemden im Tartanmuster strahlen eine gewisse Lässigkeit und das typische Grunge-Feeling aus, aber das Muster kann auch besonders edel wirken: Elegante Tartan-Röcke oder Blusen aus feinen und hochwertigen Stoffen zaubern im Handumdrehen einen distinguierten Look, der „very british“ ist. Ob als Hose, als Hemd, Bluse, Rock oder Kleid – Tartan ist auf jeden Fall ein echter Hingucker und dazu ein Klassiker par excellence!

So kombinierst du das Tartan Muster

Muster wirken lassen: Kombiniere Tartan am besten mit schlichten, einfarbigen Basics.

Farben aufgreifen: Wiederhole einen Ton aus dem Muster in Schuhen, Tasche oder Schmuck.

Mit Kontrasten spielen: Helle und dunkle Nuancen sorgen für mehr Spannung im Look.

Den Stilbruch wagen: Tartan wirkt besonders modern zu Leder, Denim oder sportiven Pieces.

Mit Strick kombinieren: Grobe Strickpullover oder Cardigans verleihen dem Muster eine lässige Note.

Auf klassische Schnitte setzen: Blazer, Faltenröcke oder Mäntel unterstreichen den zeitlosen Charakter von Tartan.

Monochrome Akzente wählen: Schwarze oder cremefarbene Accessoires lassen das Muster elegant wirken.

Mut zur Modernität: Tartan funktioniert nicht nur klassisch, sondern auch in Kombination mit Oversize-Silhouetten und aktuellen Trendteilen.

 
Moderedakteurin Christine Schmitz für  Ana Alcazar

Christine Schmitz

Meine Liebe zu Mode und Kommunikation hat mich zu Ana Alcazar gebracht – als Texterin & Konzepterin in der klassischen Werbung groß geworden, schreibe ich seit über 10 Jahren für unser Münchner Designerlabel. Im Redaktionsteam bin ich für alle Corporate-Themen zuständig, außerdem befasse ich mich hier mit aktuellen Trends & meinem Herzensthema Gleichberechtigung.

Zwischen Bild und Geschichte

Manchmal braucht eine Story mehr, als ein Foto zeigen kann. Einzelne Bilder in diesem Artikel wurden daher mit künstlicher Intelligenz (KI) erstellt – kuratiert, inspirierend und immer im Geist von Wear your Story. Die mit KI erstellten Motive sind direkt am jeweiligen Bild gekennzeichnet.

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